Unsere Aufgabe
Der Kindergarten versteht seine Aufgabe als familienergänzende Erziehung und hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Das Kindergartenkind hat bei seinem Eintritt in den Kindergarten bereits wichtige Entwicklungsschritte in der Familie vollzogen. Aufgrund unterschiedlicher sozialer Einflüsse verläuft dieser Entwicklungsprozess bei jedem Kind verschieden. Dadurch kann der Entwicklungsstand bei gleichem Alter der Kinder individuell sehr unterschiedlich sein. Die Förderung setzt am Entwicklungsstand, den Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes an.
Unsere pädagogische Arbeit
Der Grundgedanke unserer pädagogischen Arbeit deckt sich mit dem Grundverständnis des Bildungs- und Orientierungsplans welcher die Bedürfnisse und das Wohlergehen des Kindes in den Mittelpunkt stellt. Im Vordergrund steht die Kinderperspektive aus der folgende Fragen resultieren: „Was kann das Kind?“ „Was will das Kind?“ „Was braucht das Kind?“ Ein wichtiger Bestandteil um dies umsetzen zu können ist für uns eine Wohlfühlatmosphäre in unserer Einrichtung. Denn nur wer sich angenommen und sicher fühlt kann sich in allen Bereichen seiner Persönlichkeit entfalten und sich neuen Inhalten öffnen. Wir nehmen die Bedürfnisse des Kindes ernst, greifen ihre Interessen auf und begleiten sie so durch den
Tagesablauf
Kinderkonferenz, Morgenkreis
Ein Ton unserer Klangschale ruft alle Kinder in den Flur. Hier setzen sie sich selbständig im Kreis auf unseren Teppich. Wir begrüßen uns mit einem Guten – Morgen – Spiellied. In einem kurzen Gesprächskreis werden die Wünsche der Kinder gesammelt und der Tagesablauf besprochen.
Bei unseren gezielten Beschäftigungen wollen wir dem Kind eine ganzheitliche Förderung ermöglichen. Es lernt mit Spaß und Freude, in dem wir seine Interessen aufgreifen und ein spielerisches Lernumfeld gestalten. Die Möglichkeiten der gezielten Beschäftigungen sind sehr umfangreich und orientieren sich an themenbezogenen Bildungs- und Erziehungsbereichen, sowie an den jahreszeitlichen Themen. Bei Bedarf werden zwei Gruppen gebildet um den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen.
Projektarbeit
Durch Beobachtungen und Wunschäußerung der Kinder entstehen Ideen für Projekte. Bei mehreren Interessenschwerpunkten bieten wir den Kindern verschiedene Projekte an und die Möglichkeit sich für eines zu entscheiden. Gerade in der Projektarbeit kann sich das Kind mit all seinen Stärken einbringen, erfährt Bestätigung und neue Anregungen. Es teilt allen seine Gedanken und Ideen mit, bespricht sich, einigt sich oder stimmt ab. Das Kind lernt mit zu planen, zu organisieren und sich für das Gelingen des Projekts mitverantwortlich zu fühlen.
Sozialerziehung und demokratische Bildung
Nur wenn das Kind erlebt, dass es ernst genommen und in seiner individuellen Entwicklung unterstützt wird, kann es seine Fähigkeiten voll entfalten. Dazu muss es lernen, seine Bedürfnisse zu äußern und auf Andere zuzugehen. In diesem täglichen Miteinander unserer Kindergartenkinder entwickeln sich soziale Fähigkeiten wie:
- Rücksicht nehmen
- Eigene Meinung vertreten
- Hilfestellung geben, trösten und teilen
- Lösungen bei Problemen suchen und finden
- Wiedergutmachungsideen finden
- Verantwortung übernehmen
Entwicklung der Selbständigkeit
Je eigenständiger und selbstsicherer sich ein Kind in der Zeit vor der Schule entwickelt, desto souveräner kann es den Schulalltag und sein Leben meistern. Wir lassen daher unsere Kinder immer wieder Entscheidungen treffen und geben ihnen Übungsmöglichkeiten auf dem Weg zur Selbständigkeit.
Wertebildung- und religiöse Erziehung
Unsere Einrichtung legt Wert auf religiöse Erziehung. Durch religiöse Erzählungen und Mitgestalten von Gottesdiensten erfährt das Kind die Inhalte unseres christlichen Glaubens. Religiöse Erziehung bedeutet Wertschätzung und Toleranz gegenüber aller Lebewesen und der Natur. Jeder hat seine Eigenheiten und Fähigkeiten die seine Persönlichkeit ausmachen. Durch das Zusammenleben mit Menschen aus verschiedenen Nationen wird das Kind mit verschiedenen Religionen konfrontiert. Wir nehmen z.B. den Wunsch der muslimischen Eltern ernst bei den Mahlzeiten ihre Bräuche einzuhalten (z.B. keine Wurst mit Schweinefleisch).
Spracherziehung
ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und ist eng an das Denken gebunden. Beide Funktionen des Gehirns bedingen sich gegenseitig. Die Spracherziehung nimmt in unserem Kindergarten einen hohen Stellenwert ein und wird auf vielfältige Weise gefördert. Sie findet sowohl im täglichen Umgang miteinander statt, als auch in gezielten Beschäftigungen, z.B. Gespräche, Geschichten, Bilderbücher, Fingerspiele, Lieder, Reime und vieles mehr. Für Kinder mit besonderem Förderbedarf steht eine zusätzliche Sprachförderfachkraft zur Verfügung.
Mathematische Bildung
Die mathematische Bildung und Erziehung bezieht sich auf acht Fähigkeitsbereiche die im alltäglichen Kindergartenablauf mit einbezogen werden:
- Visuelle Differenzierung
- Räumliche Vorstellung
- Mengenauffassung
- Zahlenbegriff
- Umgang mit Symbolen
- Erfassen abstrakt logischer Zusammenhänge
- Erkennen von Ursache – Wirkung – Beziehungen
Das Kind ist von Grund auf kreativ, phantasievoll, neugierig und spontan. Es hat Spaß am kreativen Gestalten, am bildnerischen und künstlerischen Tun. Es traut sich eigene Ideen und Vorstellungen auszuprobieren und umzusetzen. Diesem natürlichen Potenzial des Kindes wird Raum gegeben. Somit wird das Selbstvertrauen gefördert und das Selbstwertgefühl gefestigt.
Einige Beispiele zur Förderung der Kreativität :
- Neugierde unterstützen auf: - neue Materialien - neue Werkzeuge - neue Techniken
- Experimentieren mit verschiedenen Materialien
- Rollenspiele
- Mit–Mach-Spiele
- Tanz / Rhythmik
- Märchen/ Geschichten
- Meditationen
- eigene Ideen mitteilen und ausprobieren
- Problemlösungen erkennen bzw. auf einem anderen Weg zum Ziel gelangen
- Gestalten
- Singen, Musizieren
- Instrumente und Klanggeschichten
- Werkraum
Musikalische Erziehung
Kinder singen und bewegen sich gerne. Mit viel Freude werden in der Gemeinschaft Lieder gesungen und mit einfachen Instrumenten begleitet. Sing-, Kreis- und Fingerspiele motivieren auch die „Kleinen“ zum Mitmachen.
Bewegungserziehung
Bedingt durch den immer größeren Bewegungsmangel und den Haltungsschäden der Kinder hat sich der Stellenwert in den letzten Jahren von Bewegungserziehung verändert. Wir sehen die Bewegungserziehung der Kinder jedoch nicht als isolierten Bereich, sondern als einen Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Bewegung findet sowohl in der Einrichtung und im Freien, als auch durch angeleitete Turn- und Rhythmikstunden statt.
Gesundheitserziehung
Die Gesundheitserziehung beinhaltet viele Bereiche. Dazu gehört als wichtiger Punkt die Bewegungserziehung, die gerade aufgezeigt wurde, weiterhin die Hygiene und die Ernährung.
Sauberkeitserziehung
Bei 2- jährigen Kindern ist auch die Sauberkeitserziehung im Kindergarten ein wichtiges Thema. Dabei ist die Absprache mit den Eltern von großer Bedeutung (z.B. Reservekleidung, Windeln und Pflegemittel mitbringen, wie verläuft die Sauberkeitserziehung zu Hause, Zielabsprachen…) Für uns ist das Wickeln kein Problem, wir sehen es als Möglichkeit dem einzelnen Kind intensive Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken zu können. Nach der Eingewöhnungszeit beginnen wir damit, die Kinder beim Windeln wechseln auf Toilette zu setzen. Wenn die Windel schon längere Zeit trocken bleibt, lassen wir sie im Kindergartenalltag weg.
Umwelt- und Naturbegegnung
Bei unseren Spaziergängen und Waldtagen haben die Kinder die Möglichkeit einzelne Umwelt- und Naturvorgänge sowie die vielen anderen Entdeckungen der Natur im Laufe des Jahres wahrzunehmen. Ebenso wird Wertehaltung und Verantwortung gegenüber der Natur entwickelt und gefördert. „Ich bin der Gast der Natur und verhalte mich auch so“.
Naturwissenschaft und Technik
Das Kind kann durch Experimente naturwissenschaftliche Vorgänge bewusst wahrnehmen und sich die Welt erschließen. In unserer Einrichtung stehen den Kindern eine Lernwerkstatt mit verschiedensten Experimentierutensilien und ein Werkraum zur Verfügung.
Wie fördern wir die Schulfähigkeit des Kindes
Die Förderung der Schulfähigkeit beginnt nicht erst im letzten Kindergartenjahr, sondern zieht sich durch die gesamte Kindergartenlaufbahn des Kindes. Wir richten unseren Blick nicht auf die Defizite und Probleme des Kindes, sondern arbeiten mit seinen Stärken. So wächst das Selbstvertrauen und die Lernfreude bleibt erhalten – eine wichtige Voraussetzung für die Schule. Kooperation mit der Grundschule Bestenheid Um den Vorschulkindern einen optimalen Übergang in die Schule zu ermöglichen ist eine gute Zusammenarbeit mit der Kooperationslehrerin notwendig.
Einige Punkte dieser Zusammenarbeit sind:
- Absprachen zwischen Lehrer und Erzieher
- Austausch über das einzelne Kind
- Regelmäßige Besuche von der KooperationslehrerIn
- Besuch in der Schule
- Schulanmeldung
- Elternabend mit der Kooperationslehrerin
Regeln in der Einrichtung
In einer Gemeinschaft sind Regeln und Absprachen nötig und unabdingbar. Das Kind erlebt diese als Hilfe und Unterstützung, sie geben ihm Entlastung und Orientierung. Dies geschieht nur, wenn sie für das Kind verständlich und nachvollziehbar sind. Aus diesem Grund ist es uns wichtig die Kinder an bestehende Regeln kindgerecht heranzuführen und bei Notwendigkeit an diese zu erinnern. Um größeres Verständnis und Einsichtigkeit bei dem Kind zu erreichen, werden möglichst viele Regeln mit ihm besprochen und aufgestellt. Genauso wichtig ist ihre konsequente Einhaltung. Nur so geben sie ihm Sicherheit und Halt.
Anschrift:
Kath. Kindergarten St. Martin
Jahnstr. 1
97877 Wertheim-Mondfeld
Tel.: 09377-361
Leitung: Isabel Köhler
Kontakt: kita-st-martin-mondfeld@t-online.de










