Geschichte

 

Nach dem zweiten Weltkrieg mussten Millionen von Heimatvertriebenen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland angesiedelt werden. So entstanden meist am Rande bereits seit Langem bestehenden Gemeinden Siedlungen um diesen Menschen eine neue Heimat zu geben. Die Pfarrgemeinde St. Elisabeth entstand ca. 3 km von der Stadt Wertheim entfernt, neben der von der Glasindustrie bereits 1949 errichteten Glashüttensiedlung. Die Heimatvertriebenen wurden in den Wintermonaten Februar und März 1952 vom Reinhardshof umgesiedelt.

Die überwiegende Anzahl der Vertriebenen kam aus der ehemaligen Tschechoslowakei (Znaim und Umgebung 409 Personen), aus dem Sudetenland und den Sprachinseln (522 Personen) und aus der Slowakei 25 Personen. Daneben kam eine große Anzahl der Heimatvertriebenen aus Ungarn überwiegend aus Csobanka (322 Personen) und Budaörs (212 Personen). Auch aus Schlesien, Ostpreußen, Danzig, Rumänien, Österreich, Jugoslawien, Spanien, Polen, Italien, Schweiz, Luxemburg und dem Elsaß wurden 94 Personen in der neu erbauten Bundessiedlung mit 370 Wohnungen angesiedelt. 

Nach der Umsiedlung fand neun Monate lang der Gottesdienst in einem dunklen, schlichten Feldzelt statt.

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